Ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) ist ein systematischer Ansatz zur Verwaltung der Informationssicherheit in einer Organisation. Es umfasst Richtlinien, Prozesse und technische Maßnahmen, um Daten und Systeme vor Risiken wie Cyberangriffen, Datenverlust und unbefugtem Zugriff zu schützen. Ein gut etabliertes ISMS hilft Unternehmen dabei, Sicherheitsrisiken zu identifizieren, zu bewerten und durch gezielte Maßnahmen zu minimieren. Zudem ermöglicht es die Einhaltung gesetzlicher und branchenspezifischer Standards und Vorschriften.
Alle Bereiche der Informationstechnik sind zusammen ein so komplexer Bereich und entsprechend erfordert dies auch spezielle Vorkehrungen, damit nicht die ganze Welt ausfällt. Man muss für Sicherheit der Systeme, Abläufe und der Daten sorgen, also die IT-Sicherheit sicher stellen. Dazu nutzt man ein IT-Sicherheitsmanagement. Das ganze ist ein stetig wachsender und fortlaufenden Prozess und z.B. die Themen von Datenschutz, Sicherheit und Risikobewertung können im Prinzip keinen 100% Status, bzw. das Risiko keinen 0% Status erreichen, sind also immer weiter zu betrachten und zu entwickelt.
Grundsätzlich gilt: IT-Sicherheit ist kein einmaliges Thema, da sich stetig etwas verändert. Wenn ich an vergangene Zeiten bei einer der Ausbildungen zurückdenke, war damals das Thema IT-Sicherheit noch nicht "so" im Fokus wie in neuerer Zeit. Damals war es etwas überschaubarer und bald wird es eher wie in Sci-Fi Spielen und Filmen, wo "jeder" einfach fast alles kann. Hoffen wir mal, dass die AI ein paar Einschränkungen bekommt und die Sicherheitssysteme auch AI unterstützt werden.
Kennengelernt habe ich manche der Aspekte in der vergangenen Zeit, aber da waren es eher Teile der praktischen Umsetzungen. In einer Schulung zum Thema ISMS gab es für mich dann neue interessante Aspekt der Implementierung eines Information Security Management Systems (ISMS) [Informationssicherheits-Management-System] und Erwähnungen des Business Continuity Management (BCM) [Management der Betriebskontinuität]. So wurde das System mit der ISO 27001 vorgestellt, in Kombination mit dem BSI IT-Grundschutz. Rahmenbedingungen in Form von Prozessen wurden dabei erläutert und organisationsspezifische Sicherheitsmaßnahmen vermittelt.
Bei der Arbeit habe ich mich auch Abschnittsweise damit beschäftigt. Meist ist dies entweder ganz minimal im Alltag mit drin, kann aber auch komplett bei IT-Abteilungen liegen (so sollte es sein) und dann bekommt man nicht mehr so viel mit. Es kommt aber auch vor, dass Bibliotheken Arbeitsaufträge für die eignen Systeme als abgespeckte Arbeitsanweisung bekommen oder Bibliotheken arbeiten direkt mit der IT als eine Abteilung.
Beispielsweise bei meinen Arbeitsstellen war dies bisher eher weniger vertreten, wird nun aber zumindest ein kleiner Teil, aber nicht mal erwähnenswert. Man könnte aber mehr dazu beitragen, jedoch sind andere Stellen in der Koordinierung. Da sollte ein Unternehmen unbedingt über die Ressourcen der Beschäftigten schauen und ggf. auch mal ein wenig mit den Zuständigkeiten spielen und Projekte zuteilen. In der Praxis gab es nun z.B. eine abgespeckte Arbeitsanweisung. Passend dazu hatte ich dann eine Schulung entdeckt. Interessanterweise ist so eine abgespeckte Arbeitsanweisung ok, aber eine Schulung z.B. tätigkeitsfern. Das ist argumentativ ok, aber man kann es auch hinterfragen. Die Tätigkeiten und die Schulung gehören zumindest jeweils nicht zum üblichsten der Bibliotheksbereiche. Meine Schulung musste ich selber bezahlen und so nutze ich die bei der Arbeit auch nicht im vollem Umfang, u.a. da ja auch keine Zeit dafür eingeplant ist, aber nun beobachte ich immerhin interessiert die Abläufe und denke mir meinen Teil dabei, wenn etwas gut oder weniger gut läuft. Dank der Schulung weiß ich jetzt, was ich schon gut gemacht hatte und was man noch verbessern könnte.
Schulungen in Bereichen der Informationssicherheit kann man z.B. über eine IHK suchen und ich würde dies schon als interessant für Bibliotheken ansehen, auch wenn es ggf. nicht erforderlich ist. Je selbstständiger die IT-Bereiche der Bibliotheken sind, umso relevanter wird es. Man kann damit auch gut Inhalte nachvollziehen und bekommt eher mit, wenn etwas anders abläuft als erwartet. Ggf. argumentieren auch Stellen dagegen, die nichts mit dem Bereich zu tun haben und es gar nicht einschätzen können. Das ist dann so, als ob man nicht lernen soll eine Maschine zu verstehen, diese dann aber bedienen können soll, wenn man diese braucht.
Nun kann man einen Blick auf die Grundlagen der Informationssicherheit werfen. Im Anschluss entscheidet man sich am besten für eine Norm, an der man sich entlang arbeitet. Dabei gibt es z.B. Unterschiede in der Darreichung (ersichtlicher Umfang & realer Umfang), regionale Anforderung, bzw. Anforderungen von Auftragspartner und ggf. Zugang (Kosten). Auch sollte man Ähnlichkeiten und die spätere Möglichkeit der Kombination von Normen verstehen.
Beispielsweise arbeitet man den BSI Grundschutz ab und wirft bei den Normen und Standards z.B. einen Blick auf die ISO 27000er Reihe. ISO/IEC 27000 enthält Begriffe und Definitionen, 27001 enthält die Anforderungen an ein ISMS. 27002 enthält Empfehlungen.
Wenn man sich für einen Standard entschieden hat, kann man immer noch auf andere Varianten umsteigen oder Dinge ergänzen. Will man z.B. Datenschutz oder Prototypenschutz einbinden, kann man auch mal auf andere Standards oder praktische Beispiele schauen. D.h. Einen Standard erfüllen und dann bei den anderen Schauen, ob da noch was gutes dabei ist, oder weitere erarbeiten und diese auch erfüllen.
Um ein ISMS effektiv zu implementieren, können verschiedene etablierte Standards und Frameworks als Orientierung dienen:
Zur Erstellung von Übersichten, Dokumentationen und Analysen innerhalb eines ISMS können verschiedene Softwarelösungen genutzt werden:
Abhängig von der Unternehmensstruktur und den spezifischen Anforderungen können folgende Aspekte ein ISMS sinnvoll ergänzen:
Schulungen und Awareness-Programme - regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter sorgen dafür, dass Sicherheitsrichtlinien effektiv eingehalten werden. Leider bekommen meist nur die IT-Bereiche die richtigen Schulungen und der Rest des Personals bekommt Schulungen wie "Teilen Sie niemanden Ihr Passwort mit.".
Schulungen in dem Bereich sind auch für verantwortliche Personen zwar nicht zwingend erforderlich, aber beispielsweise ein Auditor kann schon darauf bestehen, um eine Sicherheit / eine Sorgfaltspflicht festzustellen. Es können aber auch ähnlich qualifizierte Stellen einzeln oder als Team diese Funktion abbilden. Es kommt vermutlich auch etwas auf die Unternehmensgröße und die verarbeiteten Daten an.
Man kann sich mit freier Literatur und auch mit kostenlosen Unterstützungsunterlagen selbst fortbilden. Tatsächlich sind alle erforderlichen Unterlagen für die BSI Norm frei zugänglich, jedoch ist der Umfang der Materialien sehr umfangreich und alleine ohne die ersten Grundinformationen, kann man sich nicht mal den Unterschied zwischen BSI und ISO erklären. Um Trugschlüsse und Einstiegsfehler zu vermeiden, ist eine Schulung daher keine schlechte Idee. Ich fand die Schulung, an der ich teilgenommen haben sehr gut, nur vergisst man viel wieder, wenn man es nicht praktisch anwenden kann. Immerhin weiß man aber, wo man nachlesen kann.
Interessante Schulungen:
Die erfolgreiche Umsetzung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) erfordert eine durchdachte Strategie und die Einhaltung bewährter Methoden, wie aus den zuvor genannten Ressourcen hervorgeht. Die Punkte 1-9 sind per KI zusammengestellt, von mir gekürzt und ergänzt: Beispiel einiger Best Practices:
Aus der Praxis: 1-3 funktionieren in der Praxis ganz gut, aber an Punkt 3 kommen Unternehmen schon ins Straucheln. Ab Punkt 4 wird es dann manchmal holprig und hier geht es bis Punkt 9. Es ist definitiv nicht schlecht, einen externen Auditor zu beauftragen. Ein echtes Beispiel ist z.B. bis zu Punkt 3 gekommen, hat Punkt 4 unsachgemäß ausgeführt und übersprungen und bei anderen Dingen weitergemacht. Das geht, aber irgendwann muss man dann Punkt 4 auch aufarbeiten.
Die Punkte 1-9 sind per KI zusammengestellt, von mir gekürzt und ergänzt.
Wie man nur gehört hat, gehört zu ISMS Kommunikation. Im generellen sollte es allen möglich sein, sich einzubringen und wenn es nur über eine konstruktiv geführte Ideen-Plattform ist. Auch sollte bei allen Bereichen dafür gesorgt werden, dass keiner Angst hat, Fragen zu stellen oder Dinge zu hinterfragen und auf Fehler hinzuweisen. Davon lebt alles an der IT-Sicherheit.
Das Business Continuity Management (BCM), ist ein strategischer Ansatz zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebs bei unerwarteten Ereignissen. Ziel: Risiken minimieren, den Betrieb schnellstmöglich wiederherstellen und wirtschaftliche Schäden vermeiden.
BCM ist auch als betriebliches Kontinuitätsmanagement bekannt.
Der Abschnitt ist per KI zusammengestellt, von mir gekürzt und ergänzt.
Bedeutung und Ziele des BCM:
BCM hilft Unternehmen, auf folgende Herausforderungen vorbereitet zu sein: Naturkatastrophen (z. B. Hochwasser, Erdbeben), Cyberangriffe (z. B. Ransomware, Datenlecks). Technische Ausfälle (z. B. Server- oder Netzwerkausfälle), Krisen & Pandemien (z. B. COVID-19 [bzw. Probleme durch aufgelegte Gesetze ;) ], Lieferkettenprobleme)
Zentrale Ziele des BCM:
Schutz von Menschen, Daten und Infrastruktur. Aufrechterhaltung kritischer Geschäftsprozesse. Minimierung finanzieller und operationeller Schäden. Schnelle Wiederherstellung der normalen Betriebsabläufe.
BCM-Prozess: Schritt-für-Schritt Umsetzung:
BCM-Rollen und Verantwortlichkeiten:
Ein effektives BCM benötigt eine klare Struktur:
Hier gibt es gerne mal Probleme. In guten Fällen läuft dies und funktioniert. Wenn mal etwas nicht ganz korrekt besetzt ist und es im Verlauf schnell gelöst wird, ok. Leider hängt es gerne schon bei der Vollständigkeit des technischen Teams und es fehlt der Übergang zur Kommunikation. Der letzte Punkt wird blockiert, da im vorherigen Schritt Fehler bestehen. Das ist leider nichts ausgedachtes, sondern kam als Beispiel u.a. aus mehreren Praxisberichten.
Best Practices für BCM:
Fazit:
Ein gut strukturiertes Business Continuity Management (BCM) sorgt dafür, dass Unternehmen trotz Krisen handlungsfähig bleiben. Durch präventive Maßnahmen, klare Notfallprozesse und kontinuierliche Tests kann das Risiko von langen Betriebsunterbrechungen reduziert werden.
Die Praxisberichte aus Schulungen und anderen Terminen, haben genau aufgezeigt, dass Ausfälle ohne funktionierendes BCM meist in jahrelangen Ausfällen münden. Früher, ohne Cloud und mit z.B. wenigen Beschäftigten, konnte sowas auch ganze Unternehmen auslöschen. Denkt doch mal daran, was passiert, wenn die Administratoren die Back-ups löschen ...solche Fälle gabs es z.B. in ähnlichen Fällen, wenn die Programmierer die einzigen Floppy-Discs vernichtet haben. Man steht bei jedem Schritt blöd da, wenn es nicht mit dem Worst-Case-Szenario durchdacht wurde.
Sich in dem Bereich weiterzubilden ergibt durchaus Sinn. Als Team dafür verantwortlich zu sein, sieht auch ok aus. Komplett die Verantwortung für irgendwas in dem Bereich zu übernehmen, wäre eine Katastrophe. Auch Bibliothekspersonal sollte etwas Ahnung davon haben und Maßnahmen ergreifen.
Quelle: CCNA Zertifikat; IHK ISMS Schulung (kein Zertifikatslehrgang); Datenschutz-Schulung, Praktische Anwendung. Microsoft Co-Pilot KI
